IMSI - "Hochauflösende Mikroskopie"


Bei der IMSI handelt es sich um eine Weiterentwicklung der ICSI. Bei dieser Technik werden mit 6000-facher Vergrößerung die Spermien mikroskopisch ausgewählt, die für die Einspritzung in die Eizellen verwendet werden sollen. Man hat die Beobachtung gemacht, daß sich im Spermienköpfchen bei dieser Vergrößerung Lufteinschlüsse, sog. Vakuolen, in unterschiedlichem Ausmaß befinden können. Die Bedeutung dieser Vakuolen ist unklar. Sie werden z.B. auch bei Affenspermien gefunden und scheinen hier keinerlei Bedeutung zu haben.
Man verspricht sich nun einen Vorteil durch die Auswahl, da man davon ausgeht, daß die Spermien ohne Vakuolen zu höheren Schwangerschaftsraten und damit auch zu höheren Geburtenraten führen könnten.

Dies ist bis heute (Stand 9/13) wissenschaftlich jedoch nicht bewiesen. In einer aktuellen Bewertung schneidet die IMSI im Hinblick auf die Schwnagerschafts- und Geburtenraten nicht besser ab, als die konventionelle ICSI (Teixeira DM, Barbosa MAP, Ferriani RA, et al. Regular (ICSI) versus ultra-high magnification (IMSI) sperm selection for assisted reproduction. Cochrane Database Syst Rev. 2013;7:CD010167. DOI: 10.1002/14651858.CD010167.pub2).

 

Es könnte sich um einen weiteren Baustein handeln, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, jedoch ist es weiterhin viel zu früh die Technik gedankenlos anzuwenden. Der einzige vertretbare Grund erscheint den Autoren dieser Seite ein hochgradig eingeschränktes Spermiogramm, bei dem zusätzlich noch eine sehr hohe Anzahl fehlgeformter Spermien beobachtet werden kann (Krypto-Teratozoospermie) und mit der konventionellen ICSI wiederholt kein Erfolg erzielt werden kann. Dies kommt insgesamt sehr selten vor, sodass die Technik nur zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und nicht routinemässig angewendet werden sollte.

Die IMSI wird im Kinderwunsch Zentrum Mainz aus den oben genannten Gründen nicht angeboten.




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Bei der IMSI handelt es sich um eine Weiterentwicklung der ICSI. Bei dieser Technik werden mit 6000-facher Vergrößerung die Spermien mikroskopisch ausgewählt, die für die Einspritzung in die Eizellen verwendet werden sollen. Man hat die Beobachtung gemacht, daß sich im Spermienköpfchen bei dieser Vergrößerung Lufteinschlüsse, sog. Vakuolen, in unterschiedlichem Ausmaß befinden können. Die Bedeutung dieser Vakuolen ist unklar. Sie werden z.B. auch bei Affenspermien gefunden und scheinen hier keinerlei Bedeutung zu haben.
Man verspricht sich nun einen Vorteil durch die Auswahl, da man davon ausgeht, daß die Spermien ohne Vakuolen zu höheren Schwangerschaftsraten und damit auch zu höheren Geburtenraten führen könnten.

Dies ist bis heute (Stand 9/13) wissenschaftlich jedoch nicht bewiesen. In einer aktuellen Bewertung schneidet die IMSI im Hinblick auf die Schwnagerschafts- und Geburtenraten nicht besser ab, als die konventionelle ICSI (Teixeira DM, Barbosa MAP, Ferriani RA, et al. Regular (ICSI) versus ultra-high magnification (IMSI) sperm selection for assisted reproduction. Cochrane Database Syst Rev. 2013;7:CD010167. DOI: 10.1002/14651858.CD010167.pub2).

 

Es könnte sich um einen weiteren Baustein handeln, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, jedoch ist es weiterhin viel zu früh die Technik gedankenlos anzuwenden. Der einzige vertretbare Grund erscheint den Autoren dieser Seite ein hochgradig eingeschränktes Spermiogramm, bei dem zusätzlich noch eine sehr hohe Anzahl fehlgeformter Spermien beobachtet werden kann (Krypto-Teratozoospermie) und mit der konventionellen ICSI wiederholt kein Erfolg erzielt werden kann. Dies kommt insgesamt sehr selten vor, sodass die Technik nur zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und nicht routinemässig angewendet werden sollte.

Die IMSI wird im Kinderwunsch Zentrum Mainz aus den oben genannten Gründen nicht angeboten.




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Bei der IMSI handelt es sich um eine Weiterentwicklung der ICSI. Bei dieser Technik werden mit 6000-facher Vergrößerung die Spermien mikroskopisch ausgewählt, die für die Einspritzung in die Eizellen verwendet werden sollen. Man hat die Beobachtung gemacht, daß sich im Spermienköpfchen bei dieser Vergrößerung Lufteinschlüsse, sog. Vakuolen, in unterschiedlichem Ausmaß befinden können. Die Bedeutung dieser Vakuolen ist unklar. Sie werden z.B. auch bei Affenspermien gefunden und scheinen hier keinerlei Bedeutung zu haben.
Man verspricht sich nun einen Vorteil durch die Auswahl, da man davon ausgeht, daß die Spermien ohne Vakuolen zu höheren Schwangerschaftsraten und damit auch zu höheren Geburtenraten führen könnten.

Dies ist bis heute (Stand 9/13) wissenschaftlich jedoch nicht bewiesen. In einer aktuellen Bewertung schneidet die IMSI im Hinblick auf die Schwnagerschafts- und Geburtenraten nicht besser ab, als die konventionelle ICSI (Teixeira DM, Barbosa MAP, Ferriani RA, et al. Regular (ICSI) versus ultra-high magnification (IMSI) sperm selection for assisted reproduction. Cochrane Database Syst Rev. 2013;7:CD010167. DOI: 10.1002/14651858.CD010167.pub2).

 

Es könnte sich um einen weiteren Baustein handeln, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, jedoch ist es weiterhin viel zu früh die Technik gedankenlos anzuwenden. Der einzige vertretbare Grund erscheint den Autoren dieser Seite ein hochgradig eingeschränktes Spermiogramm, bei dem zusätzlich noch eine sehr hohe Anzahl fehlgeformter Spermien beobachtet werden kann (Krypto-Teratozoospermie) und mit der konventionellen ICSI wiederholt kein Erfolg erzielt werden kann. Dies kommt insgesamt sehr selten vor, sodass die Technik nur zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und nicht routinemässig angewendet werden sollte.

Die IMSI wird im Kinderwunsch Zentrum Mainz aus den oben genannten Gründen nicht angeboten.