PID - Genetischer Test an Embryonen


Die Präimplantationsdiagnostik ist ein diagnostisches Verfahren zur Untersuchung der Embryonen im 4-8 Zellstadium auf genetisch bedingte Erbkrankheiten. Sie wurde zu Beginn der 90er Jahre entwickelt und wird vor allem in Australien, Belgien, England und den USA angewandt.
Voraussetzung für die Präimplantationsdiagnostik ist die In Vitro Fertilisation, da nur in Vitro dem Embryo 1 bis 2 Zellen entnommen werden können. Anschließend werden die Embryonen im Labor auf genetische Fehler untersucht. Dazu stehen je nach Fragestellung zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Chromosomendiagnostik mit der Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) und die molekulargenetische Diagnostik mit Hilfe der Polymerase Kettenreaktion (PCR). Mittels der Chromosomendiagnostik können Chromosomenfehlverteilungen, wie z.B. bei der Trisomie 21 festgestellt werden, mittels PCR Krankheiten, die auf einzelne Gendefekte zurückzuführen sind, wie Zystische Fibrose, Chorea Huntington oder Thalassämien.
Außer Chromosomenfehlverteilungen können bestimmte genetische Defekte vor Einpflanzung eines Embryos diagnostiziert werden, somit können Implantation und evtl spätere Abtreibung eines erkrankten Embryos verhindert werden.Tritt nach Transfer der gesunden Embryonen eine Schwangerschaft ein, so wird bei erblicher Belastung der Eltern auf jeden Fall eine Pränatal-Diagnostik in Form einer Chrorionzottenbiopsie oder einer Fruchtwasserpunktion durchgeführt, um eine Fehldiagnose auszuschließen.
In Deutschland ist die PID rechtlich bei bestimmten Indikationen (Gründen für die Durchführung) zugelassen, allerdings gibt es bislang kaum Ethikkommisionen, die entsprechende Anträge von ratsuchenden Paaren beraten könnten (Stand 9/14). Einzig die "PID Kommission Nord" in Hamburg hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Eine Behandlung könnte aktuell in den Kinderwunschzentren in Hamburg und Lübeck erfolgen.
Mit den der Reproduktionsmedizin verfügbaren Methoden könnte Paaren mit bestimmten Erkrankungen zum Eintritt einer Schwangerschaft mit einem nicht betroffenen Kind verholfen werden. Zur Zeit muß die Frau in den meisten Bundeländern eine 'Schwangerschaft auf Probe' und gegebenenfalls eine ( gesellschaftlich anerkannte) Abtreibung in Kauf nehmen-es sei denn, sie verzichtet auf Kinder.
Leider ist auch die Kostenübernahme für eine solche Behandlung ungeklärt, alleine die Kosten für die Ethikkommission dürften sich pro Fall auf 1000-2000 Euro belaufen.



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Die Präimplantationsdiagnostik ist ein diagnostisches Verfahren zur Untersuchung der Embryonen im 4-8 Zellstadium auf genetisch bedingte Erbkrankheiten. Sie wurde zu Beginn der 90er Jahre entwickelt und wird vor allem in Australien, Belgien, England und den USA angewandt.
Voraussetzung für die Präimplantationsdiagnostik ist die In Vitro Fertilisation, da nur in Vitro dem Embryo 1 bis 2 Zellen entnommen werden können. Anschließend werden die Embryonen im Labor auf genetische Fehler untersucht. Dazu stehen je nach Fragestellung zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Chromosomendiagnostik mit der Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) und die molekulargenetische Diagnostik mit Hilfe der Polymerase Kettenreaktion (PCR). Mittels der Chromosomendiagnostik können Chromosomenfehlverteilungen, wie z.B. bei der Trisomie 21 festgestellt werden, mittels PCR Krankheiten, die auf einzelne Gendefekte zurückzuführen sind, wie Zystische Fibrose, Chorea Huntington oder Thalassämien.
Außer Chromosomenfehlverteilungen können bestimmte genetische Defekte vor Einpflanzung eines Embryos diagnostiziert werden, somit können Implantation und evtl spätere Abtreibung eines erkrankten Embryos verhindert werden.Tritt nach Transfer der gesunden Embryonen eine Schwangerschaft ein, so wird bei erblicher Belastung der Eltern auf jeden Fall eine Pränatal-Diagnostik in Form einer Chrorionzottenbiopsie oder einer Fruchtwasserpunktion durchgeführt, um eine Fehldiagnose auszuschließen.
In Deutschland ist die PID rechtlich bei bestimmten Indikationen (Gründen für die Durchführung) zugelassen, allerdings gibt es bislang kaum Ethikkommisionen, die entsprechende Anträge von ratsuchenden Paaren beraten könnten (Stand 9/14). Einzig die "PID Kommission Nord" in Hamburg hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Eine Behandlung könnte aktuell in den Kinderwunschzentren in Hamburg und Lübeck erfolgen.
Mit den der Reproduktionsmedizin verfügbaren Methoden könnte Paaren mit bestimmten Erkrankungen zum Eintritt einer Schwangerschaft mit einem nicht betroffenen Kind verholfen werden. Zur Zeit muß die Frau in den meisten Bundeländern eine 'Schwangerschaft auf Probe' und gegebenenfalls eine ( gesellschaftlich anerkannte) Abtreibung in Kauf nehmen-es sei denn, sie verzichtet auf Kinder.
Leider ist auch die Kostenübernahme für eine solche Behandlung ungeklärt, alleine die Kosten für die Ethikkommission dürften sich pro Fall auf 1000-2000 Euro belaufen.



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PID - Genetischer Test an Embryonen


Die Präimplantationsdiagnostik ist ein diagnostisches Verfahren zur Untersuchung der Embryonen im 4-8 Zellstadium auf genetisch bedingte Erbkrankheiten. Sie wurde zu Beginn der 90er Jahre entwickelt und wird vor allem in Australien, Belgien, England und den USA angewandt.
Voraussetzung für die Präimplantationsdiagnostik ist die In Vitro Fertilisation, da nur in Vitro dem Embryo 1 bis 2 Zellen entnommen werden können. Anschließend werden die Embryonen im Labor auf genetische Fehler untersucht. Dazu stehen je nach Fragestellung zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Chromosomendiagnostik mit der Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) und die molekulargenetische Diagnostik mit Hilfe der Polymerase Kettenreaktion (PCR). Mittels der Chromosomendiagnostik können Chromosomenfehlverteilungen, wie z.B. bei der Trisomie 21 festgestellt werden, mittels PCR Krankheiten, die auf einzelne Gendefekte zurückzuführen sind, wie Zystische Fibrose, Chorea Huntington oder Thalassämien.
Außer Chromosomenfehlverteilungen können bestimmte genetische Defekte vor Einpflanzung eines Embryos diagnostiziert werden, somit können Implantation und evtl spätere Abtreibung eines erkrankten Embryos verhindert werden.Tritt nach Transfer der gesunden Embryonen eine Schwangerschaft ein, so wird bei erblicher Belastung der Eltern auf jeden Fall eine Pränatal-Diagnostik in Form einer Chrorionzottenbiopsie oder einer Fruchtwasserpunktion durchgeführt, um eine Fehldiagnose auszuschließen.
In Deutschland ist die PID rechtlich bei bestimmten Indikationen (Gründen für die Durchführung) zugelassen, allerdings gibt es bislang kaum Ethikkommisionen, die entsprechende Anträge von ratsuchenden Paaren beraten könnten (Stand 9/14). Einzig die "PID Kommission Nord" in Hamburg hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Eine Behandlung könnte aktuell in den Kinderwunschzentren in Hamburg und Lübeck erfolgen.
Mit den der Reproduktionsmedizin verfügbaren Methoden könnte Paaren mit bestimmten Erkrankungen zum Eintritt einer Schwangerschaft mit einem nicht betroffenen Kind verholfen werden. Zur Zeit muß die Frau in den meisten Bundeländern eine 'Schwangerschaft auf Probe' und gegebenenfalls eine ( gesellschaftlich anerkannte) Abtreibung in Kauf nehmen-es sei denn, sie verzichtet auf Kinder.
Leider ist auch die Kostenübernahme für eine solche Behandlung ungeklärt, alleine die Kosten für die Ethikkommission dürften sich pro Fall auf 1000-2000 Euro belaufen.