Standort : Behandlung im Ausland /

Kinderwunschbehandlung im Ausland – ein Weg der sich nur in wenigen Fällen lohnt

 

 

Wir werden immer wieder von Paaren mit Kinderwunsch gefragt, ob eine Behandlung im europäischen Ausland nicht erfolgversprechender sei und höhere Erfolgsraten erwarten ließe als hierzulande. Der Weg an ein ausländisches Kinderwunsch-Zentrum ist sicherlich sinnvoll wenn eine Behandlung geplant ist die in Deutschland aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht gestattet ist wie z. B. eine Eizellspende. In anderen Fällen, wenn eine auch in Deutschland grundsätzlich mögliche Behandlung an einem ausländischen Zentrum geplant ist, kann aus unserer Erfahrung gesagt werden, dass sich dieser Weg nur selten lohnt, auch wenn von gewissen ausländischen Zentren auf deren Internetauftritt zum Teil unrealistisch hohe Erfolgsraten berichtet werden.

 

Ein Blick in die jeweiligen nationalen IVF-Register soll diese Einschätzung verdeutlichen. Es gibt wie in Deutschland (www.deutsches-ivf-register.de) auch in den europäischen Nachbarländern sog. IVF-Register, die alle in dem jeweiligen Land innerhalb eines Jahres durchgeführten Behandlungszyklen erfassen. Nachfolgend sind zum Vergleich die dokumentierten Schwangerschaftsraten (pro Eizellentnahme und pro Embryotransfer) im deutschen, im österreichischen (www.bmg.gv/at) und im belgischen IVF-Register (www.belrap.be) aufgeführt, wobei in Deutschland und in Österreich das Jahrbuch 200 und in Belgien das Jahrbuch 2009 herangezogen werden. Zu den genannten Zahlen ist zu sagen, dass zwar im deutschen, nicht aber im österreichischen und im belgischen Register unterschieden wird zwischen den Behandlungsverfahren IVF und ICSI und dass nur im deutschen, nicht aber in den anderen beiden Registern die Schwangerschaftsraten aufgeführt sind pro Lebensalter der Frau. Auch ist im deutschen Register eine prospektive Datenerfassung verpflichtend, d. h. der Behandlungszyklus muss gemeldet werden bevor sein Erfolg oder Misserfolg feststehen, während in den anderen beiden Registern die Behandlungszyklen nachträglich gemeldet werden wodurch zumindest theoretisch eine Steuerung der Datenerfassung möglich wäre.

 

Im IVF-Register Österreich wird für das Jahr 2010 bei 31- bis 35-jährigen Frauen eine Schwangerschaftsrate pro Eizellentnahme von durchschnittlich 35,8 % und bei 36- bis 40-jährigen Frauen eine Rate von durchschnittlich 27,2 % dokumentiert. Diese Raten beziehen sich nur auf Frauen deren Behandlung vom IVF-Fonds Österreich finanziert wurde.

 

Im IVF-Register Belgien wird für das Jahr 2009 bei < 36 Jahre alten Frauen  eine Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer von durchschnittlich 32,7 % und bei 36- bis 40-jährigen Frauen eine Rate von 27,0 % dokumentiert.

 

Zum Vergleich, im Jahrbuch 2010 des deutschen IVF-Registers wird für die Gruppe der 31- bis 35-jährigen Frauen nach IVF eine Schwangerschaftsrate zwischen 30,9 – 37,5 % (bezogen auf das exakte Lebensalter) und nach ICSI zwischen 31,5 – 36,0 % genannt. Für die Gruppe der 36- bis 40-jährigen Frauen liegen die Schwangerschaftsraten zwischen 17,6 – 29,6 % nach IVF und zwischen 17,7 – 27,8 % nach ICSI.

 

In der Zusammenschau lässt sich feststellen, dass in allen drei nationalen Registern (Deutschland, Österreich und Belgien) bei den 31- bis 35-jährigen Frauen die dokumentierte Schwangerschaftsrate zwischen 30 – 35 % und bei den 36 – bis 40-jährigen zwischen 20 – 30 % gelegen ist. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind somit gering, wenn auch die methodischen Unterschiede zu bedenken sind mit prospektiver Datenerfassung nur im deutschen aber nicht in den anderen beiden Registern. Wenn somit von ausländischen Zentren in diesen Ländern deutlich höhere Erfolgsraten im Internet behauptet werden, so halten diese Behauptungen dem Vergleich mit den dokumentierten Behandlungsergebnissen im jeweiligen Register nicht stand.  

 

 

 




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Wir werden immer wieder von Paaren mit Kinderwunsch gefragt, ob eine Behandlung im europäischen Ausland nicht erfolgversprechender sei und höhere Erfolgsraten erwarten ließe als hierzulande. Der Weg an ein ausländisches Kinderwunsch-Zentrum ist sicherlich sinnvoll wenn eine Behandlung geplant ist die in Deutschland aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht gestattet ist wie z. B. eine Eizellspende. In anderen Fällen, wenn eine auch in Deutschland grundsätzlich mögliche Behandlung an einem ausländischen Zentrum geplant ist, kann aus unserer Erfahrung gesagt werden, dass sich dieser Weg nur selten lohnt, auch wenn von gewissen ausländischen Zentren auf deren Internetauftritt zum Teil unrealistisch hohe Erfolgsraten berichtet werden.

 

Ein Blick in die jeweiligen nationalen IVF-Register soll diese Einschätzung verdeutlichen. Es gibt wie in Deutschland (www.deutsches-ivf-register.de) auch in den europäischen Nachbarländern sog. IVF-Register, die alle in dem jeweiligen Land innerhalb eines Jahres durchgeführten Behandlungszyklen erfassen. Nachfolgend sind zum Vergleich die dokumentierten Schwangerschaftsraten (pro Eizellentnahme und pro Embryotransfer) im deutschen, im österreichischen (www.bmg.gv/at) und im belgischen IVF-Register (www.belrap.be) aufgeführt, wobei in Deutschland und in Österreich das Jahrbuch 200 und in Belgien das Jahrbuch 2009 herangezogen werden. Zu den genannten Zahlen ist zu sagen, dass zwar im deutschen, nicht aber im österreichischen und im belgischen Register unterschieden wird zwischen den Behandlungsverfahren IVF und ICSI und dass nur im deutschen, nicht aber in den anderen beiden Registern die Schwangerschaftsraten aufgeführt sind pro Lebensalter der Frau. Auch ist im deutschen Register eine prospektive Datenerfassung verpflichtend, d. h. der Behandlungszyklus muss gemeldet werden bevor sein Erfolg oder Misserfolg feststehen, während in den anderen beiden Registern die Behandlungszyklen nachträglich gemeldet werden wodurch zumindest theoretisch eine Steuerung der Datenerfassung möglich wäre.

 

Im IVF-Register Österreich wird für das Jahr 2010 bei 31- bis 35-jährigen Frauen eine Schwangerschaftsrate pro Eizellentnahme von durchschnittlich 35,8 % und bei 36- bis 40-jährigen Frauen eine Rate von durchschnittlich 27,2 % dokumentiert. Diese Raten beziehen sich nur auf Frauen deren Behandlung vom IVF-Fonds Österreich finanziert wurde.

 

Im IVF-Register Belgien wird für das Jahr 2009 bei < 36 Jahre alten Frauen  eine Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer von durchschnittlich 32,7 % und bei 36- bis 40-jährigen Frauen eine Rate von 27,0 % dokumentiert.

 

Zum Vergleich, im Jahrbuch 2010 des deutschen IVF-Registers wird für die Gruppe der 31- bis 35-jährigen Frauen nach IVF eine Schwangerschaftsrate zwischen 30,9 – 37,5 % (bezogen auf das exakte Lebensalter) und nach ICSI zwischen 31,5 – 36,0 % genannt. Für die Gruppe der 36- bis 40-jährigen Frauen liegen die Schwangerschaftsraten zwischen 17,6 – 29,6 % nach IVF und zwischen 17,7 – 27,8 % nach ICSI.

 

In der Zusammenschau lässt sich feststellen, dass in allen drei nationalen Registern (Deutschland, Österreich und Belgien) bei den 31- bis 35-jährigen Frauen die dokumentierte Schwangerschaftsrate zwischen 30 – 35 % und bei den 36 – bis 40-jährigen zwischen 20 – 30 % gelegen ist. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind somit gering, wenn auch die methodischen Unterschiede zu bedenken sind mit prospektiver Datenerfassung nur im deutschen aber nicht in den anderen beiden Registern. Wenn somit von ausländischen Zentren in diesen Ländern deutlich höhere Erfolgsraten im Internet behauptet werden, so halten diese Behauptungen dem Vergleich mit den dokumentierten Behandlungsergebnissen im jeweiligen Register nicht stand.  

 

 

 




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Ein Blick in die jeweiligen nationalen IVF-Register soll diese Einschätzung verdeutlichen. Es gibt wie in Deutschland (www.deutsches-ivf-register.de) auch in den europäischen Nachbarländern sog. IVF-Register, die alle in dem jeweiligen Land innerhalb eines Jahres durchgeführten Behandlungszyklen erfassen. Nachfolgend sind zum Vergleich die dokumentierten Schwangerschaftsraten (pro Eizellentnahme und pro Embryotransfer) im deutschen, im österreichischen (www.bmg.gv/at) und im belgischen IVF-Register (www.belrap.be) aufgeführt, wobei in Deutschland und in Österreich das Jahrbuch 200 und in Belgien das Jahrbuch 2009 herangezogen werden. Zu den genannten Zahlen ist zu sagen, dass zwar im deutschen, nicht aber im österreichischen und im belgischen Register unterschieden wird zwischen den Behandlungsverfahren IVF und ICSI und dass nur im deutschen, nicht aber in den anderen beiden Registern die Schwangerschaftsraten aufgeführt sind pro Lebensalter der Frau. Auch ist im deutschen Register eine prospektive Datenerfassung verpflichtend, d. h. der Behandlungszyklus muss gemeldet werden bevor sein Erfolg oder Misserfolg feststehen, während in den anderen beiden Registern die Behandlungszyklen nachträglich gemeldet werden wodurch zumindest theoretisch eine Steuerung der Datenerfassung möglich wäre.

 

Im IVF-Register Österreich wird für das Jahr 2010 bei 31- bis 35-jährigen Frauen eine Schwangerschaftsrate pro Eizellentnahme von durchschnittlich 35,8 % und bei 36- bis 40-jährigen Frauen eine Rate von durchschnittlich 27,2 % dokumentiert. Diese Raten beziehen sich nur auf Frauen deren Behandlung vom IVF-Fonds Österreich finanziert wurde.

 

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Zum Vergleich, im Jahrbuch 2010 des deutschen IVF-Registers wird für die Gruppe der 31- bis 35-jährigen Frauen nach IVF eine Schwangerschaftsrate zwischen 30,9 – 37,5 % (bezogen auf das exakte Lebensalter) und nach ICSI zwischen 31,5 – 36,0 % genannt. Für die Gruppe der 36- bis 40-jährigen Frauen liegen die Schwangerschaftsraten zwischen 17,6 – 29,6 % nach IVF und zwischen 17,7 – 27,8 % nach ICSI.

 

In der Zusammenschau lässt sich feststellen, dass in allen drei nationalen Registern (Deutschland, Österreich und Belgien) bei den 31- bis 35-jährigen Frauen die dokumentierte Schwangerschaftsrate zwischen 30 – 35 % und bei den 36 – bis 40-jährigen zwischen 20 – 30 % gelegen ist. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind somit gering, wenn auch die methodischen Unterschiede zu bedenken sind mit prospektiver Datenerfassung nur im deutschen aber nicht in den anderen beiden Registern. Wenn somit von ausländischen Zentren in diesen Ländern deutlich höhere Erfolgsraten im Internet behauptet werden, so halten diese Behauptungen dem Vergleich mit den dokumentierten Behandlungsergebnissen im jeweiligen Register nicht stand.