IVF: Stress mindert Erfolgsaussichten nicht

Der psychologische Stress, der mit einer In-vitro-Fertilisation (IVF) einhergeht, scheint keinen negativen Einfluss auf die Empfängnisrate zu haben. Das ergab eine prospektive Studie aus Schweden. Bisher waren Untersuchungen in diesem Bereich zu widersprüchlichen Resultaten gekommen.

In der schwedischen Studie konnte bei 139 Frauen, denen im Rahmen einer IVF Embryonen eingesetzt wurden, kein Einfluss von Stress auf den Erfolg der Behandlung gefunden werden. Die Arbeitsgruppe hatte die Studienteilnehmerinnen sowohl einen Monat vor der Therapie als auch unmittelbar vor dem Wiedereinsetzen der Eizellen umfassend zu ihrem Wohlbefinden befragt. Die Forscher bewerteten das Stressempfinden der Studienteilnehmer unter anderem anhand des Psychological General Well-Being (PGMB) Index und eines speziellen Testes zu 14 Emotionen, die häufig von infertilen Patienten geäußert werden.

Von den behandelten Frauen wurden 58 schwanger und 81 nicht. Die Autoren konnten zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede bezüglich der verschiedenen Testergebnisse zu den beiden Zeitpunkten finden. „Die einzige Variable, die eine signifikante Assoziation mit dem Eintreten einer Schwangerschaft aufwies, war die Anzahl der transferierten Embryonen in guter Qualität“, betonte Studienleiterin Lisbeth Anderheim, Göteborg.

Die Forscher räumen als mögliche Schwächen ein, die Teilnehmerinnen hätten ihr Wohlbefinden eventuell zu positiv beschrieben oder die Sensitivität der Methode sei vielleicht nicht ausreichend gewesen. Gleichzeitig heben sie jedoch als Stärke hervor, dass die Studie prospektiv angelegt war und das Behandlungsergebnis daher keinen Einfluss auf die Antworten gehabt haben kann.

„Bei einer IVF-Behandlung äußern Patienten häufig Bedenken, dass der psychologische Stress das Behandlungsergebnis beeinträchtigen könnte. Daher ist unsere Studie eine positive Nachricht für die Betroffenen, die dazu beitragen kann, den Stress in dieser Zeit zu reduzieren“, so Anderheim.

Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift „Human Reproduction“, August 2005



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Der psychologische Stress, der mit einer In-vitro-Fertilisation (IVF) einhergeht, scheint keinen negativen Einfluss auf die Empfängnisrate zu haben. Das ergab eine prospektive Studie aus Schweden. Bisher waren Untersuchungen in diesem Bereich zu widersprüchlichen Resultaten gekommen.

In der schwedischen Studie konnte bei 139 Frauen, denen im Rahmen einer IVF Embryonen eingesetzt wurden, kein Einfluss von Stress auf den Erfolg der Behandlung gefunden werden. Die Arbeitsgruppe hatte die Studienteilnehmerinnen sowohl einen Monat vor der Therapie als auch unmittelbar vor dem Wiedereinsetzen der Eizellen umfassend zu ihrem Wohlbefinden befragt. Die Forscher bewerteten das Stressempfinden der Studienteilnehmer unter anderem anhand des Psychological General Well-Being (PGMB) Index und eines speziellen Testes zu 14 Emotionen, die häufig von infertilen Patienten geäußert werden.

Von den behandelten Frauen wurden 58 schwanger und 81 nicht. Die Autoren konnten zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede bezüglich der verschiedenen Testergebnisse zu den beiden Zeitpunkten finden. „Die einzige Variable, die eine signifikante Assoziation mit dem Eintreten einer Schwangerschaft aufwies, war die Anzahl der transferierten Embryonen in guter Qualität“, betonte Studienleiterin Lisbeth Anderheim, Göteborg.

Die Forscher räumen als mögliche Schwächen ein, die Teilnehmerinnen hätten ihr Wohlbefinden eventuell zu positiv beschrieben oder die Sensitivität der Methode sei vielleicht nicht ausreichend gewesen. Gleichzeitig heben sie jedoch als Stärke hervor, dass die Studie prospektiv angelegt war und das Behandlungsergebnis daher keinen Einfluss auf die Antworten gehabt haben kann.

„Bei einer IVF-Behandlung äußern Patienten häufig Bedenken, dass der psychologische Stress das Behandlungsergebnis beeinträchtigen könnte. Daher ist unsere Studie eine positive Nachricht für die Betroffenen, die dazu beitragen kann, den Stress in dieser Zeit zu reduzieren“, so Anderheim.

Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift „Human Reproduction“, August 2005



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Der psychologische Stress, der mit einer In-vitro-Fertilisation (IVF) einhergeht, scheint keinen negativen Einfluss auf die Empfängnisrate zu haben. Das ergab eine prospektive Studie aus Schweden. Bisher waren Untersuchungen in diesem Bereich zu widersprüchlichen Resultaten gekommen.

In der schwedischen Studie konnte bei 139 Frauen, denen im Rahmen einer IVF Embryonen eingesetzt wurden, kein Einfluss von Stress auf den Erfolg der Behandlung gefunden werden. Die Arbeitsgruppe hatte die Studienteilnehmerinnen sowohl einen Monat vor der Therapie als auch unmittelbar vor dem Wiedereinsetzen der Eizellen umfassend zu ihrem Wohlbefinden befragt. Die Forscher bewerteten das Stressempfinden der Studienteilnehmer unter anderem anhand des Psychological General Well-Being (PGMB) Index und eines speziellen Testes zu 14 Emotionen, die häufig von infertilen Patienten geäußert werden.

Von den behandelten Frauen wurden 58 schwanger und 81 nicht. Die Autoren konnten zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede bezüglich der verschiedenen Testergebnisse zu den beiden Zeitpunkten finden. „Die einzige Variable, die eine signifikante Assoziation mit dem Eintreten einer Schwangerschaft aufwies, war die Anzahl der transferierten Embryonen in guter Qualität“, betonte Studienleiterin Lisbeth Anderheim, Göteborg.

Die Forscher räumen als mögliche Schwächen ein, die Teilnehmerinnen hätten ihr Wohlbefinden eventuell zu positiv beschrieben oder die Sensitivität der Methode sei vielleicht nicht ausreichend gewesen. Gleichzeitig heben sie jedoch als Stärke hervor, dass die Studie prospektiv angelegt war und das Behandlungsergebnis daher keinen Einfluss auf die Antworten gehabt haben kann.

„Bei einer IVF-Behandlung äußern Patienten häufig Bedenken, dass der psychologische Stress das Behandlungsergebnis beeinträchtigen könnte. Daher ist unsere Studie eine positive Nachricht für die Betroffenen, die dazu beitragen kann, den Stress in dieser Zeit zu reduzieren“, so Anderheim.

Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift „Human Reproduction“, August 2005